Glossar (das Glossar besteht aus „Funden“ im Internet; die Adressen sind als Quellen angeführt. Zu einem herkömmlichen Glossar ergibt sich der Vorteil der Interaktivität, die man erreicht indem man die beigefügte CD-ROM-Version lädt. Ein anderer Vorteil ist die Breite der Definitionsmöglichkeiten. Im gut konstruktivistischen Sinne stellen die Definitionen nicht eine absolute Realität dar, sondern sichtbar wird der diskursive Charakter, der jeden Terminus als eine oszillierende, jederzeit veränderbare Fläche in einem konsensuellen Abgleich psychischer Systeme mit unterschiedlichen Erfahrungswerten ausweist.)

 

ç

Anthropologie

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

(griech.) Wissenschaft, die sich mit der Entwicklung des Menschen beschäftigt, besonders unter dem Aspekt der Wechselbeziehung zwischen Persönlichkeit, Gesellschaft und Kultur.

Lehre von der Entstehung des Menschen, der Menschheit. Die moderne Anthropologie spricht heute nicht mehr davon, daß der Mensch vom "Affen" abstammt; vielmehr weiß man ungefähr, daß sich in der Evolution, der Entwicklung des Lebens bis hin zu uns, vor sehr langer Zeit aus Säugetieren "menschenähnliche" Wesen herausgebildet haben. Vermutlich waren sie erst Kleinaffen ähnlich (vor über 60 Millionen Jahren), dann den uns bekannten "Menschenaffen", besonders dem Schimpansen und einigen kleineren, heute noch existierenden Arten vergleichbar. Das menschenähnliche Fluchttier lernte durch Erfahrung (Lernvermögen), Verfolger mit Steinwürfen und dann Verteidigungswerkzeugen "auf Distanz" zu halten. Da dies Tier so gesellig gedacht werden muß wie Affen noch heute sind, konnte es sich dann in kleinen Horden seiner feindlichen Umwelt erwehren und brauchte sich nicht weiter zu spezialisieren (keine gewaltigen Zähne und Greifarme wie der Gorilla zu entwickeln). In der Insulation (Inselbildung) der Herde ( Gruppe) konnte der Nachwuchs langsam aufwachsen. Im engen Beisammensein und im gegenseitigen Schutz entwickelte sich der Geist der "Menschanfänger"; ihr leistungsfähig angelegtes Gehirn begann komplizierter zu arbeiten. Die im Kehlkopfbau angelegte Sprachmöglichkeit ( Sprache) entwickelte sich so, daß entfernt liegende Gegenstände angesprochen ( Symbol) und mit "Bedeutung" versehen werden konnten. So konnte langsam Kultur entstehen ( Hochkultur, Gesellschaft).

Autopoiese

http://beat.doebe.li/bibliothek/w_a.html

von Fritjof Capra im Buch Lebensnetz (1996) im Text Modelle der Selbstorganisation

von Humberto R. Maturana im Buch Was ist erkennen ? (1994) im Text Elemente des Erkennens

 

autopoietisch

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Begriff der Systemtheorie: Etwas, das sich "selbst herstellt", also ähnlich der Autogenese. Autopoietisch (Autopoiesis) meint in der Soziologie nicht nur Vorgänge zur Entstehung von Leben überhaupt und die Entstehung eines sozialen Systems, wie einer Organisation, sondern die Tatsache, daß Menschen und soziale Systeme, Organisationen, Betriebe sich beobachten, auf ihr eigenes Verhalten reagieren und sich insofern "selbst machen" (Selbstkonstruktion; Eigengesetzlichkeit; entsprechend innerer Funktionsbedingungen), was natürlich auch zum Scheitern führen kann.Gegenteil:

Beobachter

http://beat.doebe.li/bibliothek/w_a.html

von Humberto R. Maturana im Buch Was ist erkennen ? (1994) im Text Elemente des Erkennens auf Seite 39

von Humberto R. Maturana im Buch Die Gewissheit der Ungewissheit im Text Das Erkennen des Erkennens verpflichtet (2001) auf Seite 74

 

Emergenz

http://beat.doebe.li/bibliothek/w_a.html

 

von Rupert Riedl im Buch Strukturen der Komplexität (2000) im Text Welt und Erkenntnis als Problem auf Seite 40

von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 80  

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#:

...nicht mehr aus der Summe der Teile ableit- und erklärbare neue Eigenschaft. Diese ist dann emergent. Diese Erscheinung tritt sowohl in der Physik als auch im Leben und in der Gesellschaft auf. So könnte man die " Wende" (die Auflösung der DDR) 1989 als unvorhersehbares und somit emergentes Ereignis betrachten.

Ethnographie (engl.: ethnography, ethnographic research)

http://www.lrz-muenchen.de/~wlm/ein_voll.htm

Ethnographie bezeichnet einen vor allem innerhalb der Ethnologie, aber auch in der Soziologie existierenden Forschungsansatz, der unter Rückgriff insbesondere auf die Methode der teilnehmenden Beobachtung und der Befragung darauf zielt, die materiellen und symbolisch-semantischen Weltbezüge fremder Kulturen bzw. gesellschaftlicher Teilkulturen zu rekonstruieren. Ihre Ursprünge hat die Ethnographie in der ethnologischen und kulturanthropologischen Erforschung von kleineren Stammeskulturen. Das Vorgehen hat der Ethnologe Clifford Geertz einmal so beschrieben: "Wir reden mit dem Bauern auf dem Reisfeld oder mit der Frau auf dem Markt, weitgehend ohne strukturierten Fragenkatalog und nach einer Methode, bei der eins zum anderen und alles zu allem führt; wir tun dies in der Sprache der Einheimischen, über eine längere Zeitspanne hinweg, und beobachten dabei fortwährend aus nächster Nähe ihr Verhalten" (Geertz 1985: 38). Schon in der Ethnologie richtet sich das Forschungsinteresse nicht nur auf exotische, mehr oder weniger fremde Stämme. Als Völkerkunde oder europäische Ethnologie untersucht sie vielmehr auch Teilkulturen innerhalb der modernen Gesellschaft selbst: Dörfer, Grenzregionen, Betriebe usw.. Innerhalb der Soziologie können ethnographische Traditionen bis in die Arbeiten der -> Chicago School zurückverfolgt werden. Gegenwärtig finden sich ethnographische Ansätze in der Soziologie als "lebensweltliche Ethnographie" (Honer 1993) gesellschaftlicher Teilkulturen, z.B. besonderer Milieus oder Gruppen (etwa Punks, Skinheads, Adel), sozialer Praktiken (z.B. Kaffeefahrten, Sado-Masochismus, Heimwerken) oder Organisationen (bspw. Betriebskulturen).

In den USA wurden außerdem Ideen einer kritischen E. entwickelt, welche den tendenziell statischen und damit manchmal auch 'konservativen' Charakter der etablierten E. überwinden und Fragen von Politik und Macht explizit in die ethnographische Analyse einbauen will (Thomas 1993).

Im angelsächsischen Sprachraum wird der Begriff E. (in seinen englischen Äquivalenten natürlich) manchmal auch gleichbedeutend mit "qualitativer Forschung" verwendet.

Anwendungsbeispiele:

·       Barley 1997

·       Favret-Saada 1981

·       Wittel 1996

 

Ethnomethodologie
http://www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/rlmprcht/textling/comment/exz_ethnm1.htm

"... Forschungsansatz, der die grundlegenden formalen Methoden (Basisregeln) aufzudecken versucht, die die Gesellschaftsmitglieder bei ihren alltäglichen Handlungen anwenden, um Ereignisse und Handlungen zu interpretieren, d.h. ihnen Sinn zu verleihen. In der Sichtweise der Ethnomethodologie gibt es keine 'objektive Wirklichkeit' außerhalb der der Handlungen der Gesellschaftsmitglieder. (...)
Während die Sozialphänomenologie in der Tradition von A.

Schütz darum bemüht ist, die Strukturen des unter den Gesellschaftsmitgliedern geteilten Wissens zu beschreiben, zu analysieren und zu klassifizieren (was wissen die sozialen Akteure?), befaßt sich die Ethnomethodologie mit den hierbei eingesetzten Methoden der Gesellschaftsmitglieder (wie wissen die Akteure, was sie wissen, und wie verwenden sie das, was sie wissen?). Die Gesellschaftsmitglieder wissen zwar, wie man eine soziale Situation erkennt und identifiziert (typisiert) - sie verfügen also über ein praktisches Wissen -, aber sie haben kein explizites Bewußtsein davon, wie dieser Typisierungsprozeß ausgeführt wird. Dies ist Untersuchungsgegenstand der Ethnomethodologie. Aus der Beobachtung und Beschreibung spezifischer Ereignisse und Handlungsvollzüge sollen die formalen Strukturen von Alltagshandlungen identifiziert werden."
(Peuckert, R. Stichwort "Soziologische Theorien. In: Schäfers, B. (Hrsg.). Grundbegriffe der Soziologie. 4. verb. u. erw. Aufl. Opladen: Leske + Budrich, 1995, 332).

 

 »Ich habe versucht, meine Ideen vorzutragen, aber nicht unbedingt als Konstruktivist... Sobald ein solches Schlagwort auftaucht, weiß jeder, wovon geredet wird. Man braucht also nicht mehr zuzuhören, weil jeder schon weiß, das ist ein Konstruktivist.«

 

Heinz v. Foerster 

 

Heinz von Foerster

Eine Legende

10. April 1997

Es war kein Freitag, dieser 13. November 1911, wo Heinz von Foerster in Wien geboren wurde. (Dass es ein Freitag gewesen sei, ist nur eine dumme Luege, die von gewissen Spaassvoegeln verbreitet wurde. Trotzdem hatte Heinz genausoviel Glueck, wie wenn er an einem Fr. 13. geboren waere.) Und durch eine Einladung des "Institut Wiener Kreis" wurde es moeglich, dass er 1996 seinen 85. Gebutstag auch in Wien feiern konnte: Heinz von Foerster, Pionier der Kybernetik und System-Theorie, Mitarbeiter von Warren McCulloch am MIT, ect, etc.

Aus diesem gegebenen Anlass bekam Heinz das Ehrenkreuz fuer Wissenschaft und Kunst vom Bundesministerium fuer Wissenschaft, Verkehr und Kunst (das einen hohen Orden der Republik Oesterreich darstellt,) eine Honorarprofessur der Grund- und Integrativ-wissenschaftlichen Fakultaet der Universitaet Wien, und er wurde auch vorgeschlagen fuer das grosse goldene Ehrenkreuz der Stadt Wien, welches ihm aber nicht verliehen werden konnte, da die Wiener Stadtregierung wieder einmal (diesmal wegen der Nachwahlzeit) nicht beschlussfaehig war.

Man kann aus diesen Ehrungen also leicht ersehen, dass sich die Situation in Oesterreich stark gebessert hat: Waehrend Sigmund Freud, Ludwig Wittgenstein und Kurt Goedel erst nach ihrem Tod von den Oesterreichern (und besonders den Wienern) entdeckt wurden, beginnt Wien heute seine grossen Soehne nun doch schon zu Lebzeiten zu ehren (zumindest dann wenn sie ein honoriges Alter erreichen). Das gestoerte Verhaeltnis der Oesterreicher zu ihrer eigenen kulturellen Identitaet beginnt sich also langsam zu entspannen .....

Heinz von Foerster war nicht nur Kybernetiker und System-Wissenschaftler, sondern auch Mathematiker und Logiker. Seine Ergebnisse sind auch relevant fuer die Psychologie und Philosophie. In der Kybernetik hat er uns einen Weg aus der Regelungstechnik zu einer Kybernetik zweiter Ordnung gewiesen, die in der Soziologie von Niklas Luhmann aufgegriffen und ausgebaut wurde. In dieser Einzelwissenschaft wird gegenüber verengten, mit Eindeutigkeit verbundenen Kausalkonzepten die Entstehung von Neuem durch Konstruktion und Selbstorganisation möglich.

Foersters Anwendungen der Mathematik auf die von ihm bearbeiteten Gebiete der Wissenschaft (Gedächtnistheorie, Selbstorgasination, Epistemologie, Kognition, Biophysik, Automatentheorie, Computer-Musik, etc) erregten oft den Widerspruch der klassischen Mathematiker, lieferten jedoch stets neue und interessante Interpretationen des angewandten Faches. In der Logik arbeitete er an der Begründung von nicht-fundierten Systemen, wo es auch Axiome gibt, die aus zirkulaeren Implikations-Ketten (logischen Schlussfolgerungen) bestehen.

In der Philosophie ist er einer der Mitbegruender des radikalen Konstruktivismus, wonach die Realitaet (im Gegensatz zum Platonismus) nicht entdeckt, sondern von uns Menschen konstruiert wird. Fuer die Mathematik ist das seit Plato eine uralte zentrale Frage: Werden die mathematischen Objekte von den Mathematikern entdeckt oder konstruiert? Da solche philosophischen Fragestellungen natürlich das Interesse eines breiteren Publikums erregen (im Gegensatz zu den mathematischen Problemen), stieg auch der Bekanntheitsgrad von Foerster mit der zunehmenden Modernität des radikalen Konstruktivismus radikal an.

In der Psychologie ist diese Fragestellung neu und besonders in Hinblick auf den amerikanischen Behaviorismus brisant. Prof. Giselher Guttmann vom Institut fuer Psychologie der Universitaet Wien betont, dass der Konstruktivismus fuer die Psychologie von grosser Bedeutung ist, da insbesonders bei kranken Menschen (z.B. bei Schizophrenen) die Wirklichkeit sehr oft eine blosse Konstruktion ist.

Heinz von Foerster war auch ein Pionier der Computer-Musik und wurde durch die Frage angeregt, weshalb ein physikalisches System (z.B. eine Anordnung von Stimmgabeln) zur Erkennung eines Tones wesentlich mehr Energie und Zeit braucht, als ein biologisches System (z.B. das menschliche Ohr). Der von Foerster bereits 1968 eingeschlagene Lösungsweg war, den biologischen Erkennungsvorgang der Töne am Computer nachzubilden, also zu simulieren. Dadurch ging er fruehzeitig seinen eigenen und erfolgreichen Weg und wurde so einer der Pioniere der Computer-Musik. (Sein Bruder Uzzi Foerster wirkte uebrigens jahrzehntelang in Wien als Jazz-Musiker; es ist also wirklich eine Musik-begabte Familie.)

Wir Informatiker sind heute den Umgang mit unseren Computern schon so gewoehnt, dass wir bereits ganz auf das ideengeschichtliche Vorfeld der Informatik vergessen haben. Die Computer sind nicht vom Himmel gefallen, wie das viele junge Hacker heute defacto glauben. Es war ein langer und dornenvoller Weg von Gottfried Wilhelm Leibniz ueber Kurt Goedel und Alain Turing zu Johann von Neumann und dem ersten programm-gesteuerten Computer, von Norbert Wiener und dem Wiener Kreis ueber Foerster und McCulloch zur Kybernetik, und von Rudolf Carnap ueber Herbert Simon zur Artificial Intelligence. Und dieser Weg hat viele seiner Wurzeln in Wien. Wir sollten uns daher endlich darueber im klaren werden, dass Oesterreich kulturgeschichtlich zur Entwicklung des Computers einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Manche Appologeten der A.I. und Liebhaber der Computer verherrlichen immer nur die USA (welche bei der technischen Ausarbeitung der Konzepte zweifellos ihre Meriten hat). Aber die Konzepte zum Bau des Computers selbst stammen aus Europa, und Oesterreich hat (trotz seiner Kleinheit) einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet! Dies scheinen viele Oesterreicher noch nicht begriffen zu haben.

 

Back to Content Created by Alexander Riegler

 

Gehirn

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Es ist der wichtigste Teil des Zentralnervensystems und liegt - eingebettet in Gehirnwasser, das als elektromagnetisches Feld wirkt - im Schädel geschützt gegen Druck und Stoß. Anatomisch wird das Gehirn in Vorderhirn, Zwischenhirn und Hinterhirn (Stammhirn und Kleinhirn) unterteilt. Die Großhirnrinde ( Cortex) ist beim Menschen hoch entwickelt.

Das Gehirn besteht aus zwei Hälften ( Hirnhemisphären), die den Körper asymmetrisch steuern, die linke Hälfte die rechte Körperseite und umgekehrt. Zudem ist die linke Gehirnhälfte für die Sprache, das logische Denken und das Analysieren von Situationen zuständig. Die rechte Seite ist gefühlsbetonter. Sie steuert musisches und künstlerisches Empfinden, Kreativität sowie Bewegungen und räumliches Denken. Die besten Lernleistungen werden erzielt, wenn beide Gehirnhälften gleichermaßen an der Verarbeitung von Information beteiligt sind. Da in unserer Kultur die rechte Hemisphäre vernachlässigt wird, sollte sie in der Erwachsenenbildung bewusst in das Lernen miteinbezogen werden. Kreative Tätigkeiten, Musik, Meditation und Entspannung haben unterstützende Wirkung. ( Hemisphärendominanz, neuropsychologische Grundlagen)

 

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00537.html:

von Gerhard Roth im Buch Abschied vom Absoluten / Die Gewissheit der Ungewissheit (2001) im Text Wir selbst sind Konstrukte auf Seite 153

von Gerhard Roth in der Radioserie Sternstunde Philosophie 30.12.2001 (2001)

Ernst von Glasersfeld,

 

geb. 1917 als Österreicher in München, Studium der Mathematik in Zürich und Wien; während des zweiten Weltkrieges Farmer in Irland. Ab 1947 Journalist in Italien, 1962-1970 Leiter eines Forschungsprojektes in maschineller Sprachanalyse; 1970-1987 Professor für kognitive Psychologie an der University of Georgia/USA; Mitarbeiter am Scientific Reasoning Research Institute, University of Massachusetts/USA.

 

http://beat.doebe.li/bibliothek/p00019.html

 

Hemisphärendominanz http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Der Cortex cerebri wird durch eine tiefe Spalte in zwei Teile, die rechte und linke Großhirnhemisphäre getrennt. Die beiden Hälften sind durch ein dickes Nervenbündel, den Balken, funktionell miteinander verbunden. Sie werden in Stirnlappen (Lobus frontalis), Scheitellappen (Lobus parietalis), Schläfenlappen (Lobus temporalis), Hinterhauptslappen (Lobus occipitalis) unterteilt.

Anders als bei den meisten Tieren haben die beiden Hemisphären bei den Menschen unterschiedliche Aufgaben. Die Entwicklung dieser funktionellen Hemisphärenasymmetrie wird Lateralisation genannt. Man spricht auch von Hemisphärendominanz. Dazu gehört u.a. die Händigkeit (links- oder rechtshändig) oder die Ohrigkeit (Auralität). Auch die Sprachleistungen werden einer Hirnhälfte zugeordnet. So gilt bei ca. 95% der Bevölkerung die linke Hirnhälfte als die sprachdominante. Mit der nicht-dominanten Seite nehmen wir dagegen bevorzugt Musik wahr. Die Hemisphärendominanz entwickelt sich erst im Verlauf der ersten Lebensjahre. Sie ist also nicht angeboren. Erst nach dem 14./15. Lebensjahr kann die nicht-dominante Seite sprachliche Funktionen vermutlich nicht mehr erlernen.

Ob weitere Zuschreibungen der Aufgaben, wie etwa Informationen in Abschnitte zerlegen (sequentiell), zeitlich strukturieren, logisch gliedern als typisch für die linke Hemisphäre angesehen werden müssen und die simultane, räumlich, ganzheitlich verknüpfte Verarbeitung typisch für die rechte Hemisphäre ist, bleibt aber bei Hirnforschern umstritten.

Unter heilpädagogischen Gesichtspunkten kann jedoch eine solche Gegenüberstellung als Strukturierungshilfe zur Gestaltung von Lernsituationen benützt werden.

Logische, inhaltlich stark gegliederte und zeitlich klar begrenzte und durch sprachliche Kommunikation gekennzeichnete Aufgaben können sich z.B. mit bildlichen, musisch-räumlichen, ganzheitlichen und wenig gegliederten Aufgaben abwechseln und ergänzen.

Literatur
Creutzfeldt, O.D.: Cortex cerebri.
Berlin 1983.
Kolb, B. / Wishaw, I. Q.: Neuropsychologie. Heidelberg 1993.
Springer, S.P. / Deutsch, G.: Linkes rechtes Gehirn, Funktionelle Asymmetrien. Heidelberg 1987.

Leander Pflüger

 

Gehirn-Hemisphären

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00143.html

Die unterschiedlichen Aktivitäten der beiden Hirnhälften

aus dem Buch  Denken, Lernen, Vergessen von Frederic Vester

Linke Hälfte

  • Rationales Denken
  • Analytisches Denken
  • Logik von Ursache und Wirkung
  • Deduktive Schlussfolgerungen
  • Arbeiten mit Zahlen, Begriffen und Quantitäten
  • Administratives, kontrolliertes sequentielles Vorgehen
  • Bedarf nach Ordnung und Struktur
  • Liebe zum Detail
  • Vertikales Denken

Rechte Hälfte

  • Einsatz von Phantasie und Intuition
  • Ganzheitliches Denken, das auf Details und Vollständigkeit verzichtet
  • Akausales Denken, das Widersprüchlichkeit und Paradoxie toleriert
  • Analoge Schlussfolgerungen
  • Mustererkennung und bildhafter Vergleich
  • Entwirft konzepte
  • Bezieht Gefühle, Empfindungen und Unwägbares mit ein
  • Unklare Beschreibung
  • Fuzzyness
  • Laterales Denken

 

Grounded Theory

http://www.lrz-muenchen.de/~wlm/ilm_g1.htm

Die Grounded Theory wurde ursprünglich, wie der Name sagt, vor allem aus dem Impuls formuliert, eine Annäherung von theoretischer und empirischer Forschung einzuleiten, nach dem - wissenschaftstheoretisch gewiss naiven, forschungspragmatisch aber durchaus fruchtbaren - Grundsatz, Theorien in enger Tuchfühlung mit "sozialer Realität" zu erarbeiten. Sie wird heute vor allem mit dem Paradigma der qualitativen Sozialforschung verbunden; Glaser & Strauss 1967 gingen in ihrem grundlegenden Werk - m.  E. zu Recht - davon aus, dass sich "quantitative" Daten ebenso gut für die Erarbeitung einer G. T. eignen können wie "qualitative". Grundanliegen der G. T. ist, Theorien nicht abstrakt, sondern in möglichst intensiver Auseinandersetzung mit einem konkreten Gegenstand zu entwickeln. Daher finden sich in Deutschland auch manchmal die Bezeichnung "gegenstandsbezogene Theorie" oder (besser) "empirisch begründete Theoriebildung". Allerdings ist keine dieser Übersetzungen wirklich zufriedenstellend, so dass (auch aus diesem Grund) in Deutschland vielfach die englische Bezeichnung verwendet wird.

Der Ansatz der G.T. enthält keine Anweisungen zur Datenerhebung und in der ersten Fassung nur sehr wenige zur Auswertung der Daten. Die wesentlichen Arbeitsschritte sind:

·       Die Datenerhebung;

·       das Codieren, d.h. die Bildung von Kategorien und die Zuordnung von Daten (Indikatoren) zu diesen;

·       das Kontrastieren (constant comparison, "permanenter Vergleich") von Fällen zum Zweck der Überprüfung der Reichweite der bislang entwickelten Kategorien;

·       das Theoretical Sampling, d. h. die Fallauswahl gemäß dem jeweiligen Stand der Datenauswertung und der daraus entstandenen Ideen, Konzepte und Fragen, auch mit dem Ziel, neue Vergleichsfälle zu generieren;

·       das Schreiben von Memos, d.h. das Festhalten von Ideen, Notizen, Kommentaren, insbesondere zum jeweiligen Stand der Codierung - anhand der Memos soll im Verlauf der Forschung letztlich die Theorie entwickelt werden.

Anselm Strauss hat inzwischen die Anweisungen zur Datenauswertung in Form eines (gewiss manchmal einengenden) "Codier-Paradigmas" etwas elaboriert (vgl. Strauss 1994; Strauss & Corbin 1996), während sich Barney Glaser von diesem Versuch der "Kodifizierung der Kodierung" stark distanziert hat (Glaser 1992).

 

 

Identität

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

(lat.) Bezeichnung für die vollständige Übereinstimmung von zwei Gegenständen, von Merkmalen oder Sachverhalten. Identität eines Menschen wird im Sinne von »sich gleich bleiben, sich selbst treu bleiben« als notwendiges Persönlichkeitsgerüst angesehen, dessen Verlust zu psychischer Labilität, Orientierungslosigkeit und Angstzuständen führt (»sich verlieren«). Außer von persönlicher wird auch von sozialer Identität gesprochen, die als selbstverständlich empfundene Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Gruppe und deren typischen Verhaltensweisen gilt. Das Identitätskonzept ist allerdings nicht unumstritten, da der Mensch a priori ein sich entwickelnder und wandelnder ist, der ohne ein gewisses Maß an Anpassungsverhalten nicht existieren kann.

Identität

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00117.html

Zum SeitenanfangDefinitionen

von Nicola Döring im Buch Sozialpsychologie des Internet (1999) im Text Identitäten und Internet auf Seite 255

Bemerkungen

von Sherry Turkle im Buch Leben im Netz (1995) im Text Aspekte des Selbst auf Seite 289

 

Interkulturelle Kommunikation

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Verständigung innerhalb unterschiedlicher Kulturen. Durch zunehmende Globalisierung kommt ihr vermehrt Bedeutung zu. Erwachsenenbildungsangebote können Raum für Begegnung, Kennenlernen und Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen schaffen. Dies kann Vorurteile ab- und tolerantes Verhalten aufbauen. ( pluralistische Gesellschaft)

 

Konsensueller Bereich

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00220.html

Zum SeitenanfangDefinitionen

von Volker Riegas im Buch Zur Biologie der Kognition (1990) auf Seite 333

von Heinz von Foerster im Buch Teil der Welt (2002) im Text Dritter Akt: Bedeutung auf Seite 346

Zum SeitenanfangBemerkungen

von Humberto R. Maturana im Buch Zur Biologie der Kognition (1990) im Text Gespräch mit Humberto R. Maturana auf Seite 22

Konstruktivismus

 

 http://beat.doebe.li/bibliothek/w00101.html

von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Die Gefahr des Etiketts

von Paul Watzlawick im Buch Vom Schlechten des Guten (1986) im Text Ist es das? auf Seite 115

von Rolf Schulmeister im Buch Grundlagen hypermedialer Lernsysteme (1996) im Text Theorien des Lernens auf Seite 67

von Christiane Floyd im Buch Konstruktivismus und Kognitionswissenschaft (1997) im Text Das Mögliche Ermöglichen auf Seite 110

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Wie ich zum Konstruktivisten heranwuchs auf Seite 22

von Paul Watzlawick im Buch Die Gewissheit der Ungewissheit (2001) im Text Wir können von der Wirklichkeit nur wissen, was sie nicht ist auf Seite 222

von Ernst von Glasersfeld im Buch Wege des Wissens im Text Lehren und Lernen aus der Sicht eines Konstruktivisten (1991) auf Seite 203

 

Konstruktivistische Didaktik

http://www.konstruktivistische-didaktik.de/nav.htm

als Hinwendung zu einer integrativen, subjektorientierten, konstruktivistischen und gesellschaftskritischen Schulwirklichkeit in Lehrer- Aus- Fort - und Weiterbildung

Unter dem Begriff " Konstruktivistische Didaktik "verbirgt sich ein anderes Verständnis von Didaktik, als der bisherigen an Hochschulen und Schulen gelehrten und geübten Didaktik.

Die Realität ist nicht von sich aus da, sondern wird in einem kommunikativen, rückgekoppelten Prozeß immer wieder neu konstruiert, sprich erfunden.

Diese Erkenntnis ( die wiederum nur eine erfundene ist ) hat für die didaktische Komponente des Unterrichtens, Planens und Durchführens von Unterricht gravierende ,neu zu entwickelnde Möglichkeiten.

Schon das Höhlengleichnis beschreibt die Höhlenbewohner als Gefangene der Schatten an der Wand. Sie sind unfähig, das eigentliche Sein zu erkennen.

Im weiteren Verlauf der erkenntnistheoretischen Geschichte wurde der Erkenntnis ein Repräsentationscharakter zugeschrieben, und somit in den Zustand der Objektivität erhoben.

Erst der Konstruktivismus verlagerte diesen Erkenntnisprozeß in einen wechselseitigen Prozeß zwischen Subjekt und Objekt und untermauerte posthum die Thesen von Kant.

Der Radikale Konstruktivismus geht noch einen Schritt weiter und stellt die Frage nach dem Erkenntnisprozeß in unserem Hirn auf .

Er vermeidet den in der Kognitionspsychologie immer wieder gebrauchten Begriff der " Repräsentation " und definiert Erkennen als einen Prozeß, den das Subjekt über eigene, rückbezügliche Prozesse selbst hergestellt hat.

Wenn wir also davon ausgehen, daß das Gehirn nur das verarbeitet, was ihm die Sinnesorgane anbieten, und so mit Hilfe des Vorwissens eine subjektive Wahrnehmung konstruiert wird, können wir auch den Lernprozeß als einen vom Subjekt konstruierten Prozeß definieren, der unabhängig von den Lernangeboten abläuft.

Auf Unterricht bezogen heißt dieses, daß jeder/jede Schüler/ Schülerin strukturdeterminiert nur solche Lernprozesse durchläuft, die er in seinem Hirn neu strukturiert und organisiert, wobei ein Lehrer wiederum nur an einer Verhaltensänderung auf der Grundlage seiner subjektiven Lernstruktur "erkennt" ob ein Schüler gelernt hat oder nicht.

Die Lernprozesse hängen von den Konstruktionen eines Lehrers ab.

Ein Lernprozeß ist folglich abhängig von der Strukturdeterminiertheit eines Subjektes und der Interaktion mit seiner Umwelt, wobei die Umwelt nur in Form von Störungen auf das Subjekt einwirkt.

Dabei muß das Subjekt versuchen sich gegenüber einer Störung viabel zu verhalten, oder es geht unter. Im ersten Fall sprechen wir von einem erfolgreichen Lernprozeß, im zweiten Fall geht das Subjekt unter.

Lernen ist demnach kein Input – Output- Modell, sondern ein aktiver, selbstorganisierender, rückkoppelnder Prozeß, der auf ein Überleben des Subjektes abzielt.

Die Konstruktivistische Didaktik zielt daher auf eine Störung, die das Subjekt aus dem Gleichgewicht bringt, und somit das Subjekt veranlaßt, eine Veränderung des Zustandes zu erreichen.

Wissen wird über Handlungen erworben, also wird das Projekt, an dem sich alle unterschiedlichen Subjekte mit ihren Strukturderminiertheiten abarbeiten sie in einen Lernprozeß stürzen, der Störungen einhaltet, die nun gemeinsam überwunden werden müssen, um gemeinsam zu überleben. Dabei ist das Verbindende das Elementare eines Lerngegenstandes, einer Situation, einer Handlung, und nicht die Vielfalt der Lernmethoden, wie z.B. Wochenplanarbeit, Freiarbeit usw.

Ereignisse im Unterricht, die nicht als Perturbationen wirken , führen auch nicht zu strukturellen Umwandlungen subjektiver Systeme, und können somit auch keine Lernprozesse in Gang setzen.

Lehrer/Innen sind aber dazu ausgebildet, durch ihre Handlungsanweisungen an Schüler für eine Stabilität in der Schule zu sorgen, in dem sie vorhandenes Wissen bestätigen, z.B. durch Klassenarbeiten ,Test`s usw., und somit verhindern, daß Schüler neugierig die Welt in Frage stellen.

Die Konstruktivistische Didaktik stellt folglich Lernen vor Wissen, um so einen Lernprozeß zu initiieren.

 

Kultur

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

eigentlich "Pflege" ( Agrikultur ist die Pflege von Wiesen und Äckern, Tieren und Nutzpflanzen). Hier ist die Gesamtheit der Lebensvorstellungen einer räumlich abgegrenzten Gesellschaft gemeint: ihre Wertvorstellungen, ihre Sitten und Bräuche (Normen), ihre Bauten und Geräte (Technik). Da man heute auf der Erde noch über 1500 Sprachen zählt, muß man mit einer mindestens ebenso großen Anzahl von Kulturen rechnen. Das wird nur dadurch für uns verdeckt, daß die "abendländische", das heißt die in Europa entstandene, individualistische, kapitalistisch-industrielle Kultur sich über die ganze Erde ausgebreitet hat und besonders in ihrer Technologie sehr ähnliche Züge aufweist. Die Unterschiede zwischen einzelnen Kulturen können außerordentlich groß sein. Offenbar kam es den Menschen der Vorzeit in erster Linie darauf an, ihren eigenen Weg zum Überleben zu finden. Da diese Menschengruppen über lange Zeit isoliert lebten, schufen sie ihre eigenen Sprachen, ihre eigenen Institutionen, fanden ihren eigenen Glauben ( Religion). Eigenarten einer Kultur (zum Beispiel die Sprache, aber auch das Gefühlsleben der Menschen in ihr) verändern sich deshalb so langsam, weil Werte, Normen, Verhaltensweisen und Gefühlsreaktionen von den Erwachsenen auf die Kinder übertragen werden. (Daher ist das Über-Ich eines Menschen auch stets "älter" als er selbst.) Will man also eine Gesellschaft, die in Veränderung ist, zum Beispiel "sich modernisiert", richtig einschätzen, muß man ihre - vergangene - Kultur studieren: Kultur-Interessen haben sich in den letzten 40 Jahren stark verändert.

In Deutschland wurde der Begriff "Kultur" lange Zeit für "höhere Lebensart" (gegenüber " Zivilisation") gebraucht. Hochkultur

 

Kulturanthropologie http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Wissenschaft von der Beziehung des Menschen zur Kultur; aber auch die Wissenschaft von anderen, besonders schriftlosen Kulturen (früher sogenannten "primitiven Kulturen").

 

Kybernetik http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Zusammenfassung für eine Forschungsrichtung, die vorwiegend biologische, mathematische und technische, aber auch soziologische Vorgänge vergleichend betrachtet. Erkenntnisse von einem Gebiet werden auf das andere übertragen. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet eigentlich " Lehre von der Kunst des Steuerns". Hauptarbeitsgebiet ist die Erforschung und Konstruktion von sich selbst steuernden Mechanismen. Damit sind Einrichtungen (in Lebewesen und Maschinen) gemeint, in denen ein "Sollwert" (Richtwert, Norm) so eingebaut ist, daß von ihm aus der Erfolg der Tätigkeit (der Aktion der Maschine oder des Lebewesens oder auch eines Organs im Lebewesen), das heißt der "Istwert", registriert werden kann. Sollwert und Istwert werden verglichen. Die weiteren Aktionen werden selbsttätig so eingerichtet, daß der Istwert sich dem Sollwert angleicht, das heißt Differenzen zwischen dem angestrebten Zustand und dem (nur) erreichten "ausgesteuert" werden.

Ein kybernetisches Modell läßt sich auch auf die Psyche des Menschen und auf Gruppen und Organisationen, sogar auf ganze Gesellschaften übertragen. Im Menschen ist das Gewissen (oder Über-Ich) zum Beispiel ein Sollwert-Geber, der Abweichungen im eigenen (und fremden) Verhalten registriert und darauf dringt, daß sie korrigiert werden. Gruppen steuern ihr Verhalten ähnlich (gesetztes Ziel - Unzufriedenheit über eigene Aktionen - Veränderung der Aktionen - Erreichen des Ziels - Zufriedenheit aus Übereinstimmung von Ist- und Sollwert). Der Theorie nach sollte sich der kapitalistische Markt ursprünglich auch "kybernetisch" regeln und damit die ganze Wirtschaftsgesellschaft steuern: Zu teure Angebote auf dem Markt sollten durch Konkurrenz unterboten werden; damit sollten die Preise "heruntergeregelt" werden, bis sie an die Grenze der Produktionsmöglichkeiten und der Gewinnmotivation von Fabrikanten und Händlern einerseits, Bereitschaft zur Entlohnung der Arbeiter andererseits stoßen würden. Durch höhere Profite würden die Arbeiter besser bezahlt werden können, das heißt aber auch: konsumkräftiger werden; das hätte ein Anheben der Preise zur Folge, bis durch Konkurrenz eine "vernünftige" Rücksteuerung erfolgen würde. Dieses kapitalistische Marktmodell hat bisher deshalb nicht für die ganze Welt funktioniert, weil das dazu notwendige Gleichgewicht zwischen den Konkurrenten nicht erhalten blieb, sondern Oligopole und dann Monopole entstanden.

Es gibt heute kybernetische (theoretische) Aussagen für die Wirtschaft und Politik der ganzen Welt. Rome, Computer, Krise

Kybernetik

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00023.html

Zum SeitenanfangDefinitionen des Begriffs "Kybernetik"

von Gregory Bateson im Buch Geist und Natur (1979)

von Heinz von Foerster im Buch KybernEthik im Text Ethik & Kybernetik zweiter Ordnung (1990)

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Die Verbindungen zur Kybernetik

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Die Verbindungen zur Kybernetik

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Die Verbindungen zur Kybernetik

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Die Verbindungen zur Kybernetik

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Die Verbindungen zur Kybernetik

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Die Verbindungen zur Kybernetik

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Die Verbindungen zur Kybernetik

von Frederic Vester im Buch Die Kunst vernetzt zu denken (1999) im Text Systemgerechtes Planen und Handeln auf Seite 124

von Peter Gomez im Film 90 Jahre Heinz von Foerster (2001)

 

Mimesis 

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

(griech.) Nachahmende Darstellung der Natur durch bildende Kunst, Literatur oder Musik. Geistig behinderte Menschen finden dafür häufig eigene Formen und originelle Ausdrucksweisen.

Der Begriff verweist auf die Bedeutung von »zur Darstellung bringen«, aber auch von »sich ähnlich machen« und wird dadurch für pädagogische Prozesse relevant. Durch »mimetische Kompetenz« wird ein Zusammenspiel und eine daraus hervorgehende Verständigung zwischen Menschen mit schwerer geistiger Behinderung und den sie begleitenden pädagogischen Betreuern ermöglicht.

 

Multikulturelle Gesellschaft

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

(lat.) Gesellschaft, die in ihrer Zusammensetzung durch unterschiedliche Kulturen gekennzeichnet ist. Die Vielfalt der Sprachen, Bräuche, Lebensformen und Wertsysteme kann als Bereicherung der eigenen Kultur aufgefasst werden und zu Toleranz gegenüber andersartigem, fremdem Verhalten führen. Sie kann aber auch als Bedrohung für die eigene Identität empfunden werden und als Ursache für die Verschärfung sozialer Konflikte. Die Aufgabe von Erwachsenenbildung besteht darin, Verständnis für das Unbekannte zu wecken und Voraussetzungen für soziale Kommunikation und Interaktion zu schaffen.

 

Narratives Interview

http://www.lrz-muenchen.de/~wlm/ein_voll.htm

Von Fritz Schütze eingeführtes und begründetes Verfahren der Datenerhebung, in welchem die oder der Befragte gebeten wird, einen bestimmten Ausschnitt aus ihrem/seinem Leben oder auch das Leben in seiner Gesamtheit (in diesem Fall spricht man von narrativ-biographischem Interview) möglichst spontan, also (zunächst) ohne Rückfragen seitens der/des Interviewer/in/s, und umfassend zu erzählen. Ausgangspunkt ist daher ein entsprechender erzählungsgenerierender Stimulus, der eine Stegreiferzählung der oder des Befragten hervorruft; es soll jedenfalls im Rahmen dieser ersten Erzählung eher vermieden werden, dass die/der Befragte das Erzählte z. B. begründet, aus einer "theoretischen" Perspektive kommentiert oder umfassend bewertet.

Im einzelnen verläuft das N. I. im Regelfall folgendermaßen:

1.    Am Anfang steht die Erzählaufforderung, die die/den Befragte/n zur

2.    Haupterzählung veranlasst. Während dieser Haupterzählung soll die/der Befragte durch keinerlei (Nach-)Fragen unterbrochen oder gelenkt werden, die Erzählung wird vielmehr (nach Schütze) durch drei Erzählzwänge gesteuert:

o      den Gestaltschließungszwang (nicht: Gestalterschließungszwang, wie bei Flick 1995, S. 118 zu lesen!), den Zwang, angefangene Themen oder Erzählstränge auch in irgendeiner Art und Weise abzuschließen;

o      den Kondensierungszwang, den Zwang, die Erzählung soweit zu "verdichten", dass sie angesichts begrenzter Zeit für die/den Zuhörer/in nachvollziehbar bleibt. Diesem Zwang steht entgegen der

o      Detaillierungszwang, der Zwang, Hintergrund- oder Zusatzinformationen einzubringen, die für das Verständnis der Erzählung erforderlich sind.

Zusammengenommen sollen diese Zwänge dafür sorgen, dass einerseits die wichtigsten Ereignisse berichtet werden, andererseits das Interview für die Beteiligten - Befragte wie Befragende - handhabbar bleibt.
Die Haupterzählung wird meist abgeschlossen durch eine Erzählkoda, also eine Äußerung, die das Ende der Erzählung signalisiert, wie z. B. "Ja, das wär's eigentlich".

3.    Hierauf folgt i. a. eine Nachfragephase durch den/die Interviewer/in. Mit Schütze lassen sich zwei Formen von Nachfragen unterscheiden: Immanente Nachfragen, also solche, die sich direkt auf das vorher Erzählte beziehen (z. B. auf Unklarheiten, auf Dinge, die nur angedeutet, aber nicht ausgeführt wurden, etc.), und exmanente Nachfragen, die sich auf Sachverhalte oder Probleme beziehen, die vom Befragten überhaupt nicht angesprochen wurden, die aber dem/der Interviewer/in aus bestimmten Gründen (z. B. wegen Fragestellungen, die im Forschungsprojekt geklärt werden sollen) wichtig erscheinen. Auch in dieser Nachfragephase soll die/der Befragte möglichst zu Erzählungen animiert werden.

4.    Am Ende steht die Bilanzierungsphase, in der das bisher Erzählte abschließend zusammengefasst und bewertet wird. An dieser Stelle können nun auch Bewertungen des Geschehens und Erklärungen desselben seitens der/des Befragten erfolgen.

Literatur:

·       Glinka 1998

·       Hermanns 1991

·       Schütze 1983

 

Perturbation 

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00227.html

Zum SeitenanfangDefinitionen des Begriffs "Perturbation"

von Rolf Todesco im Buch Hyperfiction (1999) im Text Hyperkommunikation auf Seite 118

Zum SeitenanfangBemerkungen zum Begriff "Perturbation"

von Rolf Schulmeister im Buch Grundlagen hypermedialer Lernsysteme (1996) im Text Theorien des Lernens auf Seite 65

 

Phantasiereise http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Methode aus der Gestaltpädagogik, bei der unter Anleitung eines Kursleiters nach einer Entspannungsphase in Gedanken z.B. eine Reise zu einem anderen Ort oder in eine andere Zeit gemacht wird. Diese werden mit allen Sinnen wahrgenommen und betrachtet. Nach einer gewissen Zeit kehren die Reisenden in Gedanken wieder in ihre Ausgangssituation zurück. Phantasiereisen setzen unbewusstes Wissen und kreative Einfälle frei und geben dem Lerngegenstand individuelle Prägung und Wichtigkeit. Sie sind bei vielen unterschiedlichen Kursinhalten einsetzbar. Jedoch gilt es zu bedenken, dass Phantasiereisen tiefliegende Empfindungen und Probleme aktivieren können. Bei stark biographisch geprägten Themen sind sie gut dosiert und behutsam einzusetzen.

 

Phylogenetisch http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

die Stammesgeschichte von Lebewesen betreffend; auf die biologisch-ökologische Entwicklungsgeschichte der Menschheit, menschlicher Rassen und Völkerstämme bezogen

 

Postmoderne 

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Der Begriff ist unscharf, mehrdeutig und umstritten. Zeitlich bezieht er sich auf die aktuell herrschende Epoche der auslaufenden Neuzeit, der sog. Moderne, deren Ideale und Postulate ihre Wurzeln im 18./19. Jh. in der Aufklärung haben. Sein Charakteristikum ist eine zunehmend sich beschleunigende Auffächerung und Vielgestaltigkeit vieler Bereiche des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Dazu kommt eine sich ins Extrem entwickelnde Vorstellung von Autonomie, im Sinne reiner Selbstverwirklichung unter Hintanstellung sozialer und politischer Verantwortung und des Solidaritätsgedankens. Der aus der klassischen Moderne stammende Slogan »alles ist machbar« hat sich zum »alles ist möglich und alles ist erlaubt« (anything goes) gewandelt.

Die auch im Zusammenhang mit den großen Migrationsbewegungen in Europa stehende Auflösung herkömmlicher Normen und Wertsysteme wird von vielen als Orientierungsverlust und Identitätsbedrohung beklagt. Sie bietet aber durch die Möglichkeit pluralistischer Wirklichkeitsgestaltung dem Einzelnen einen großen persönlichen Freiraum und durch die Dynamisierung der Leistungsgesellschaft bestimmten sozialen Gruppen einen hohen Lebensstandard.

Inwieweit sich aus dem jetzt vorhandenen Fundus bunter, beliebiger Vielfältigkeit in Kultur und Gesellschaft neue Wertordnungen und stabile soziale Gebilde auf friedliche Weise werden entwickeln können, muss die Zukunft zeigen.

Literatur
Greverus, J.-M.: Neues Zeitalter oder verkehrte Welt. 1990.
Hillmann, K.-H.: Wörterbuch der Soziologie. Stuttgart 1994.
Welsch, W.: Unsere postmoderne Moderne. 5. Aufl. Berlin 1997.

Erdmute Baumgart

Qualitative Sozialforschung

http://www.lrz-muenchen.de/~wlm/ein_voll.htm

Qualitative Forschung versteht sich als Alternative und/oder Ergänzung der etablierten "quantitativen", standardisierten und zumeist auf Verfahren der Statistik zurückgreifenden Sozialforschung, wie sie in den gängigen Lehrbüchern dargestellt wird. Wesentliche Kennzeichen qualitativer Forschung sind m.E.:

Offenheit: Dieses Prinzip besagt, dass im allgemeinen der "Zugang" zum Thema, zum Feld, zu den Untersuchungspersonen und auch zu den Daten möglichst wenig Vorentscheidungen enthalten sollte. Im Gegensatz zur standardisierten Forschung werden nicht bestimmte zu prüfende Hypothesen vorab festgelegt, der Feldzugang und die Auswahl der Untersuchungspersonen werden flexibel gehandhabt und können im Verlauf des Forschungsprozesses neuen Erfordernissen und Fragestellungen angepaßt werden, bei der Datenerhebung soll darauf geachtet werden, dass die Erzeugung der Daten möglichst wenig durch die Forscher beeinlußt wird, und auch bei der Datenauswertung sollen möglichst lange möglichst viele Hypothesen offengehalten und geprüft werden.

Orientierung an Verstehen: Qualitative Forschung ist meistens, wenn auch (so m.E. Kleining 1994 zu Recht) nicht immer, an der sozialen Welt als einer sinnhaft konstituierten Welt orientiert. Dieser Sinn - der nicht unbedingt den Subjekten bewußter Sinn sein muß - ist durch Verfahren der Hermeneutik zu erschließen.

Die inzwischen relativ zahlreichen Verfahren und Sub-Paradigmen der qualitativen Sozialforschung lassen sich im übrigen nicht leicht auf einen Nenner bringen: Der Ansatz der Grounded Theory ist z.B. ursprünglich vor allem auf der Ebene der Forschungslogik konzipiert worden, das narrative Interview vor allem als Verfahren der Datenerhebung, die Objektive Hermeneutik wiederum versteht sich vor allem als Verfahren der Datenauswertung. Es lassen sich auch eindeutig länderspezifische Schwerpunkte ausmachen; während die qualitative Forschung in den USA sich nach wie vor stark an die Devise "Go to the People" hält und Verfahren der teilnehmenden Beobachtung und der Ethnographie favorisiert (die "naturalistische" Forschung mit ihrer starken Betonung des "Being There" ist immer noch der typische, wenngleich gewiss nicht der einzige Vertreter, vgl. Gubrium/Holstein 1997), ist sie in Deutschland - von einigen Ausnahmen abgesehen - im wesentlichen "Armchair-Soziologie" geblieben, die sich mehr Gedanken um die Interpretation von Daten als um ihre Erhebung macht.

Literatur:

·       Flick 1995

·       Lamnek 1988

 

Selbstreferenz http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

Begriff aus der Systemtheorie (auch funktionalstrukturelle Theorie); damit ist gemeint, daß ein soziales System allein durch seine Grenze definiert, was in ihm selbst geschehen kann und soll. Es reagiert aber auch auf das, was es in sich selbst bewirkt.

 

Semiotik

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

das Forschen von Wirksamkeit und Anwendbarkeit von Zeichen. Code, Semantik

 

Strukturelle Koppelung

http://www.hyperkommunikation.ch/todesco/publikationen/schriftumsteller/hk_strko.htm

Strukturelle Koppelung heisst die Interaktion zwischen System und Milieu, die System und/oder Milieu so verändert, dass das System und dessen Interaktionsmöglichkeit mit dem Milieu erhalten bleibt (Evolution).

Die strukturelle Koppelung wird auch als Co-Evolution beschrieben, wenn verschiedene Systeme gekoppelt sind. Nur ein Beobachter kann zwei oder mehrere Systeme unterscheiden. Für ein System sind andere Systeme Teile des Milieus, das heisst für ein System ist ohne Relevanz (nicht unterscheidbar), was die äussere Quelle einer Perturbation ist.

Strukturelle Koppelung

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00141.html

Zum SeitenanfangDefinitionen

von Volker Riegas im Buch Zur Biologie der Kognition (1990) auf Seite 336

Zum SeitenanfangBemerkungen

 

System

http://www.boag.de/papers-bb05-04.html

 

Ein System nennt man die Beziehungen zwischen Elementen, die selbst wieder Systeme sein können. Ein System ist der Hintergrund, auf dem die Elemente als Beziehungsfiguren interagieren. Ein System ist mehr als die Summe seiner Teile. Ein System kann eine einzelne Person sein, aber auch eine Gruppe von Personen, wie etwa eine Familie, eine Firma oder eine Fußballmannschaft. Alles was lebt, ist in dem Sinn, der sich in diesem Essay ergeben wird, ein System. Also auch ein Hund! Oder ein Mensch und ein Hund: So hat Egon Friedell auf eine so spezifische Art und Weise seinem Hund Schnack Theater-Kritiken über sich selbst vorgelesen, daß Schnack ihm nach ständig wachsendem Mißfallen und Knurren schließlich die Zeitung aus den Händen riß und zerfetzte. Dies ist eine Geschichte über ein System.

                                         

Themenzentrierte Interaktion                    

http://www.socioweb.de/seminar/einfuehrung/verstehen/#

(TZI) Ruth Cohn entwickelte - aufbauend auf Psychoanalyse und Gruppentherapien - ein Verfahren für »lebendiges Lernen«, das Stofflernen und Persönlichkeitsentwicklung miteinander verbindet. Die TZI orientiert sich am Menschenbild der humanistischen Psychologie und sieht den Menschen als psychosomatische Einheit in wechselseitiger Verbundenheit mit der sozialen Umwelt an. Als besonders wichtig sind deshalb in dieser Gruppenlernmethode die dynamische Balance zwischen dem einzelnen Teilnehmer (Ich), der Gruppe (Wir), dem Thema (Es) und die Beachtung des Umfeldes (Globe) anzusehen. Postulate und Hilfsregeln unterstützen die Interaktionen. Das erste Postulat »Sei dein eigener Chairman (Vorsitzender, Herr)« weist auf die Verantwortung des Einzelnen für sich selbst und andere hin, das zweite »Störungen haben Vorrang« auf die Beachtung von den Lernprozess störenden Gefühlen, wie Angst, Vorurteile usw.; Hilfsregeln sind z.B. »Sprich per ich und nicht per man«, »Wenn du eine Frage stellst, sage, warum du fragst«, »Nur einer spricht zur gleichen Zeit«, »Beachte Körpersignale« usw.

Für die Erwachsenenbildung ist die themenzentrierte Interaktion für Lernen in Gruppen ein sehr hilfreiches didaktisches Konzept: Lernen wird durch die persönliche Bezogenheit zum Thema bedeutungsvoller, autonomes und gleichzeitig kooperatives Verhalten wird unterstützt. Die Aufgabe des Gruppenleiters besteht dabei vor allem in der Beachtung einer ausgewogenen, fließenden Verteilung zwischen den beteiligten Personen und dem Thema.

Literatur
Cohn, R.: Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion: von der Behandlung einzelner zu einer Pädagogik für alle. Stuttgart 1975.

Anna Rieg-Pelz

 

Viabilität

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00170.html

Zum SeitenanfangDefinitionen des Begriffs "Viabilität"

von Ernst von Glasersfeld im Buch Einführung in den Konstruktivismus (1985) im Text Konstruktion der Wirklichkeit und des Begriffs der Objektivität

von Ernst von Glasersfeld im Buch Radikaler Konstruktivismus (1995) im Text Wie ich zum Konstruktivisten heranwuchs auf Seite 43

Paul Watzlawick

http://www.peraugym.at/watzlawick.htm  -  Stand vom 16.4.2001

 

 

Kurzbiographie:   © Mitteilungsblatt Villach 

1921  geboren in Villach, 

1939  Matura am Bundesrealgymnasium Villach, 

         Studium der Philologie und Philosophie in Venedig, 

         Ausbildung zum Psychotherapeuten am C.-G.-Jung-Institut in Zürich,

1957  Ruf an die Universität von El Salvador,

1960  Forschung am Mental Research Institute in Palo Alto,

1976  Professor für Psychotherapie an der Stanford University. 

  

Deutschsprachige Veröffentlichungen: 

1969  Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien (mit Janet Beavin und Don 

         Jackson). » Englischer Titel

1974  Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels (mit John Weakland und Richard

         Fisch) 

1976  Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn - Täuschung - Verstehen 

1977  Die Möglichkeit des Andersseins 

1978  Gebrauchsanweisung für Amerika. Ein respektloses Reisebrevier 

1981  Die erfundene Wirklichkeit. Wie wissen wir, was wir zu wissen glauben? (Hrsg.) 

1983  Anleitung zum Unglücklichsein 

1986  Vom Schlechten des Guten 

1988  Die Unsicherheit unserer Wirklichkeit. Ein Gespräch über den Konstruktivismus 

1991  Das Auge des Beobachters (mit P. Krieg) 

1992  Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns 

1992  Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels 

1992  Paul Münchhausens Zopf oder Psychotherapie und "Wirklichkeit"

 

Zirkularität

http://beat.doebe.li/bibliothek/w00368.html

Zum SeitenanfangBemerkungen zum Begriff "Zirkularität"

von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Kybernetik auf Seite 106

von Heinz von Foerster im Buch KybernEthik (1993) im Text Lethologie auf Seite 146

Literaturverzeichnis